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Wasserstrahlschneiden

Das Hochdruckwasserstrahlschneiden ist eine moderne Form der Schneidtechnik. Es bietet eine unübertroffene Schnittqualität insbesondere dort, wo konventionelle Verfahren wie z.B. das Laser- oder Plasmaschneiden, nur eine unzureichende Qualität liefern.

Durch eine spezielle Hochdruckpumpe wird Frischwasser stark komprimiert, sodass ein Schneiddruck von ca. 3800 bar vorliegt. Um diesem, mit hohem Druck behaftetem Wasser, jedoch die notwendige kinetische Energie zu verleihen, wird das Wasser durch eine sehr feine Saphirdüse geleitet und somit auf ca. 1000 m/sec (das entspricht ca. der 3-fachen Schallgeschwindigkeit!) beschleunigt.

Diese gewaltige Energie ermöglicht es, diverse Materialien mit einer Genauigkeit von ca. +/- 0,1 mm zu schneiden.

Es wird zwischen zwei grundsätzlichen Schneidverfahren unterschieden:

Reinwasserschneiden

Unter Reinwasserschneiden versteht man das Schneiden ausschließlich mit dem Medium Wasser. Mit diesem Verfahren können weiche Materialien mit einer sehr hohen Fahrgeschwindigkeit durchtrennt werden. Darunter zählt z.B. Schaumstoff, Dämmstoff, Gummi, Dichtungsmaterial, Papier, Folien uvm.

Abrasivschneiden

Für das Schneiden von härteren Materialien reicht die alleinige Power des Hochenergiestrahls jedoch nicht aus. Um enorme Schneidleistung auch in harten Materialien zu erzielen wird dem Wasserstrahl ein Abrasivmittel hinzugefügt, i.d.R. benutzt man zu diesem Zweck einen speziellen Granatsand. Dadurch erzielt man eine beträchtliche Steigerung der Abtragsleistung und somit einen sehr energiereichen und vielseitigen  Schneidstrahl. Mit diesem können u.a. folgende Materialien geschnitten werden: jegliche Metalle auch Kupfer, Naturstein, Keramiken, Kunststoffe, Glas, Carbon und vieles mehr. Eigentlich gibt es fast keinen Werkstoff, der nicht geschnitten werden kann und das, bis zu einer theoretischen Materialstärke von ca. 230 mm.

Vorteile, die das Wasserstrahlschneiden bietet:

  • Kaltschneideverfahren, d.h. die Schnittleistung wird ohne thermische Einbringung in das Material erzielt.Somit ist ein verzugfreies und materialschonendes Schneiden möglich.
  • Durch die Schleifwirkung des Abrasivmittels entsteht kein direkter Anpressdruck auf den Werkstoff. Sowird trotz der hohen kinetischen Energie eine Verformung des Materials vermieden.
    Eine Verletzung der Materialoberfläche findet nicht statt.
  • Der haarfeine Wasserstrahl ermöglicht das Schneiden beliebiger Konturen mit präziser Schnittgenauigkeit und einer sehr hohen Qualität.
  • Materialsparende Fertigung aufgrund geringer Schnittbreite und Verschachtelung mehrerer Teile auf der Platte.
  • Umweltfreundlich, da beim Schneidvorgang weder Gase noch Dämpfe entstehen. Die Schneidleistung wird mit den erneuerbaren Naturprodukten Wasser und Sand erzeugt.

einige Anwendungsbeispiele